Das Wacky-Rig

Wacky“ bedeutet im Englischen ungefähr soviel wie „verrückt“, „verdreht“ oder „schrullig“. Und genau das beschreibt das Verhalten des Köders am Wacky-Rig schon sehr gut. Doch was ist das eigentlich genau? Tja, ein spezielles Vorfach ist es eigentlich nicht, denn grundsätzlich besteht es nur aus dem Vorfach und einem Einzelhaken oder Jigkopf. Es ist vielmehr die Anköderung des Gummiköders, die dieses Rig von anderen unterscheidet. Der Haken wird dabei nämlich eher mittig im Gummiköder platziert und nicht wie üblich im Kopfbereich.

Die klassischen Köder für das Wacky Rig sind Gummiwürmer wie der Salty Core Stick, Sexy Impact und die Swamps von Reins. Diese länglichen Köder beginnen in der Absinkphase mit beiden Enden lustig umherzuwackeln und gaukeln den Fischen dabei leichte Beute vor. Aber auch leichte Zupfer lassen den Köder verrückte Tänzchen unter Wasser vollführen. Insgesamt eine sehr flexible Art einem Gummiwurm Leben einzuhauchen. Insbesondere Barsche sprechen auf das Wacky Rig sehr gut an. Aber auch Hecht, Zander und Forellen lassen sich mit dieser Methode fangen.

Um dem Rig noch ein bißchen mehr Gewicht mit auf den Weg zu geben, kann man spezielle Wacky Weights benutzen oder ein Bleischrot auf das Vorfach klemmen. In diesem Beispiel wurde ein Wacky Weight vorne in den Wurm gesteckt.
Man kann auch einfach einen Jigkopf zum beschweren nehmen. Dafür eignen sich Jigs ohne Schaft am besten.

Beim Einsatz von Wacky Weights wird ein Ende des Köders beschwert, so dass man den Köder am Grund Kopf stehen lässt und das unbeschwerte Ende sorgt für reichlich Action. Natürlich kann man auch andere Köder ‚Wacky Style‘ anködern, z.B. einen Fin-S Fish oder Bass Assassin Shad. Sie kommen einem verendenden Fischchen optisch schon sehr, sehr nah. Auch die Platzierung des Hakens lässt sich variieren und führt zu unterschiedlichen Reaktionen des Gummiköders. Es muß also nicht immer der klassische Gummifisch am Jigkopf sein. Es lohnt sich hin und wieder die ausgetretenen Pfade zu verlassen und einfach mal ein bisschen verrückt zu angeln.

Die Haken beim Wacky angeln sind im Grunde Einzelhaken, weisen aber einen viel größeren Bogen auf als die normalen Einzelhaken. Hier eine Auswahl an Wackyhaken aus unserem Sortiment.
Man kann den Einzelhaken direkt durch den Köder stecken oder z.B. mit Hilfe eines großen Schrumpfschlauch einen kleinen Ring basteln, wodurch dann der Haken gesteckt wird. Somit verhindert man, dass bei einem Biss oder Hänger der Haken aus dem Gummi reißt und diesen zerstört.

Kleiner Tipp von mir! Ganz bequem mal einen Köder Wacky am Drop-Shot Rig anbieten, das funktioniert auch wunderbar. Der Vorteil ist, man kann schwerer Fischen und somit z.B. in stärkerer Strömung angeln oder einfach weiter auswerfen. Der Nachteil ist natürlich, dass man nicht mehr das gleiche und vor allem längere Absinken des Wackyköders mehr hat. Aber der Köder zuckt am Drop-Shot wild hin und her und man kann in Ruhe eine Stelle ausfischen.